Es gibt keine «Alles-Könner-CMS»

 

Mit den richtigen Überlegungen das richtige CMS wählen

Nachdem die Website responsive ist, soll jetzt der Content personalisiert sein. Das Personalisieren übernimmt ein COS (Content Optimization System), das aber auch als CMS (Content Management System) verstanden sein will. CMS oder COS – welches System ist das passende wenn ein Website Relaunch ansteht.

Ein Unternehmen, welches den Fokus des Webauftritts aufs Gewinnen von Leads und Kunden setzt und die Besuchersegemente der Website individuell ansprechen will, sollte den Einsatz eines COS prüfen, zumal er seine Website auch mit dem System erstellen kann. Ist die Anforderung des Webauftritts die

Inszenierung der Marke und das Schaffen von Benutzererlebnissen, ist das CMS die passende Lösung.


Worin unterscheidet sich das COS von CMS

Ein COS (Content Optimization System) ist primär kein CMS, sondern ein Marketing Automation Tool mit Funktionen zum Personalisieren, Verwalten und Steuern des Website Contents sowie der flankierenden Conversion Instrumente wie Landingpage, Blog, Newsletter- und Follow-up-Marketing, Online Werbe- und Social Media-Massnahmen. Diese Funktionen stellt ein «out of the box» CMS nicht bereit.

COS wie HubSpot verfügen über Templates zum Bau der Website, so dass es auch als CMS genutzt werden kann. Wer seine Website mit einem COS aufsetzt, macht zugunsten einer prozessorientierten Marktbearbeitung Abstriche an die Individualität des Webauftritts.

Tools wie HubSpot sind kostenpflichtig, die jährlichen Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich zahlen sich nur aus, wenn ihm genügend Aufmerksamkeit gewidmet wird.


Wann ein CMS wählen?

CMS (Content Management System) sind Standard: Sie ermöglichen u.a. die Gestaltung nach eigenen Vorstellungen zu realisieren und Funktionen mit bestehenden Plugins oder eigene Applikationen umzusetzen. Und der Anwender aktualisiert den Website Content ohne Programmierkenntnisse. Populäre CMS sind Open Source Systeme wie WordPress, Joomla, Drupal, TYPO3 und vermehrt auch Neos. Multinationale Firmen und Grossunternehmen setzen auf proprietäre Systeme wie CQ5 oder SiteCore. «Out of the box» Systeme wie Wix oder Jimdo, welche den Bau einer Website komplett ohne Programmierkenntnisse ermöglichen, gewinnen an Popularität.


Out of the Box CMS 

Wer ohne jegliche Unterstützung einen einfachen Webauftritt umsetzen will, ist mit Tools wie Jimdo oder Wix bestens bedient. Für das Design stehen Templates und für eingeschränkte Funktionen Plugins bereit. Individuelle funktionale Anforderungen lassen sich beschränkt umsetzen. In der monatlichen Flat Fee sind das Hosting und die Updates enthalten.

Alle weiteren Systeme benötigen die Unterstützung von Entwicklern und Designern.


Wordpress

In der Regel wird WordPress für kleinere, weniger komplexe Website genutzt. Das CMS ermöglicht eine kostengünstige Website Umsetzung, da zahlreiche Templates und Plugins für die unterschiedlichsten Anforderungen bereitstehen. Jedoch stellt das kostenlose CMS höhere Anforderungen an die Umsetzung als Jimdo oder Wix.


Joomla, Drupal, Neos, TYPO3 & Co.

Unternehmen, die ein System suchen, das heute und morgen eine hohe gestalterische und programmtechnische Flexibilität garantiert, beliebig erweitert ist und in die Geschäftsprozesse integriert werden kann, sind CMS wie Joomla, Drupal, Neos und TYPO3 optimal bedient. Mit dem Einbinden eines Marketing Automation Tools wie Marketo, wird das CMS mit den COS Funktionen erweitert.

 

Und jetzt…?

Den «Alles-Könner» gibt es nicht, zu unterschiedlich sind die CMS und COS Konzepte. Entscheidend für die Wahl des CMS sind der Website Fokus sowie die effektiven Anforderungen ans CMS oder COS. Bei der Wahl sollte auch dem eigenen Gefühl sowie der Empfehlung der Agentur vertraut werden. Eine, vom WordPress Spezialisten erstellt Website ist immer besser als eine Drupal Site, die durch einen TYPO3 Spezialisten erstellt wurde.

 

Imre Sinka

dotpulse AG