Searchmetrics Summit 2018 (RECAP)

Searchmetrics Summit 2018 (RECAP)

London calling! Am 9. Mai hat in London die Searchmetrics Summit 2018 – eine eher kleinere und familiärere SEO-Konferenz – stattgefunden. Nach der letztjährigen Veranstaltung in Berlin, an der Imre Sinka bereits begeistert teilgenommen hat, wollten wir dieses Mal unbedingt wieder dabei sein. Dieses Jahr bin ich als SEO-Consultant der Entsandte gewesen. Ich habe viele spannende Menschen kennengelernt, wichtigste Entwicklungen diskutiert und einige wertvolle Tipps in der Suchmaschinenoptimierung erhalten. In einer kurzen Zusammenfassung möchte ich dies hier nun kurz und knapp in Stichpunkten teilen.

Speaker und Themen der eintägigen Konferenz:

  • Aleyda Solis, Orianti, AMP: The good, the bad, the ugly and how to make the most out of it
  • Kevin Gibbons, Blueglass: SEO is so 2017! Optimising is for everything, not just search engines
  • Victoria Olsina, Barclays: Managing Website Migration: the complexity of implementing change within a big organisation
  • Barry Adams, Polemic Digital: Structured Data That Drives Results
  • Lukasz Zelezny: Organic Search and Content optimization in 2018 and beyond- how to win the game
  • Richard Keenan-Heard, Trainline: Scaling global content that is mobile and voice first
  • Fili Wiese, Searchbrothers: Page Speed Optimization Tips
  • Izzi Smith, SEO Manager at Sixt: Practical Insights into Winning Featured Snippets: How to target and achieve position 0

Meine wichtigsten Takeaways in Kürze:

  • Die Kenntnis der eigenen Nutzer, derer Intentionen und Verhaltensweisen ist von existenzieller Bedeutung, um in Zukunft und nachhaltig online erfolgreich zu sein. Inhalte an müssen den Bedürfnissen der eigenen Nutzer über alle Phasen des Konsumprozesses ausgerichtet sein. Die Gestaltung von Customer Journeys  Touchpoints muss sich am Verhalten der Nutzer orientieren.
  • Voice Search kommt rasant. Vorhersagen erwarten, dass im Jahr 2020 50% aller Online-Suchen Voice Searches sein werden (ComScore). Hiermit kommen fundamentale Änderungen einher. Die Formulierungen der Suchen werden länger und sind deutlich häufiger als aktuell konkrete Fragen. Online Marketer und Website-Betreiber müssen hierauf mit einem entsprechenden Inhaltsangebot und dafür sorgen, dass die Inhalte für Voice Search optimiert sind.
  • Google verwertet Website-Informationen zunehmend, um den eigenen Nutzern direkt in der Suchmaschine Antworten auf das Gesuchte zu bieten. Strukturierte Daten sowie aufgeräumter Content sind wichtige Voraussetzung zur Generierung von Rich Snippets, Knowledge Graph, Answer Boxes und Ähnlichem. Hierzu ein kleines Gedankenexperiment: Dies ist für den Nutzer aus Gründen der Zeitersparnis sicherlich sinnvoll, führt aber für Website-Betreiber zu immer weniger Besuchern der eigenen Website. Im Extrem schafft es Google, sämtliche dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Informationen so zu verstehen und zu nutzen, dass der Nutzer nur noch seine Intention äussert und Google unmittelbar die erforderlichen Informationen  liefert oder die gewünschten Aktionen ausführt. Ein Grossteil der Websites, wie wir sie heute kennen, würden also nicht mehr besucht werden müssen. Können Sie sich eine Welt ohne Websites vorstellen?
  • Die Suchmaschinenoptimierung zu fachlich zu beherrschen ist nicht die Herausforderung in SEO-Projekten. Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, die multidisziplinären und teilweise tief in die Unternehmensstrategie eingreifenden Massnahmenempfehlungen mit allen involvierten Parteien gemeinsam in die Tat umsetzen zu können.
  • Spezifizierung gewinnt: Tests haben gezeigt, dass eine offensive Spezialisierung auf ein spezifisches Thema mit der eigenen Website zu einer klaren Erhöhung der von Google bewerteten Relevanz für dieses Thema und entsprechenden Sichtbarkeitsgewinnen führt. Die Website als „eierlegende Wollmilchsau“ ist folglich kein empfehlenswertes Modell. In einem solchen Fall kann ein Splitten der Themen auf verschiedene Domains erfolgsversprechend sein.
  • AMP ist nicht mehr nur für Publisher. Es wird stetig erweitert und kann für jeden Website-Betreiber interessant und wertvoll sein. Es sollte also von jedem individuell erwogen werden.
  • Build business cases, talk money! Online Marketers müssen lernen, die Sprache ihrer Stakeholder zu sprechen. Auch wenn es an viele unsichere Variablen geknüpft ist, sollten sich Online Marketers mit der Beurteilung und Berechnung von Kosten und Ertrag verschiedener möglicher Kampagnenszenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten befassen, sodass die eigenen Stakeholder Entscheidungen auf fundierter quantitativer Basis fällen können.
  • „Don’t be afraid to fail.“ Fehler zu machen, ist normal. Es sollte und kann in aller Regel allerdings aus ihnen gelernt werden. Nur wer wagt und sich andes als alle anderen verhält, hat die Chance auf aussergewöhnliche Ergebnisse. Wer stets mit dem Strom schwimmt, kann zwar nicht viel verlieren, aber auch nur mittelmässige Erfolge feiern.