Up to date

 

Up to date

 

Zu meiner Person: ich bin 18. Jahre alt, mittlerweile im 4. Lehrjahr als Mediamatiker und aktiver Nutzer diverser sozialen Dienste. In meiner Freizeit fotografiere ich leidenschaftlich gerne und betreibe Krafttraining.
Ob ich ein soziales Netzwerk nutze hängt davon ab ob es auf dem Handy funktioniert oder nicht. Ich brauche soziale Medien beinahe nur zum Zeitvertreib, sei es in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Warten auf Freunde.

Es ist Dienstagmorgen. Ich sitze gerade im Bus zur Arbeit und hab mein Handy gezückt. Instagram ist offen und ich schau gerade meinen Newsfeed durch, das letzte Mal habe ich ihn am Abend zuvor gecheckt. Ich scrolle durch meinen Feed und drücke bei einzelnen Bilder auf “Gefällt mir”.
Mein Newsfeed in Instagram setzt sich aus Bildern dieser drei Bereiche zusammen:

  • Meine Freunde, die mir zeigen wie sie ihren Tag oder Abend verbracht hatten, wo sie in den Ferien waren oder wie sie sich mit einem Selfie von ihrer besten Seite präsentieren.
  • Inspirations-Quellen weisen mir neue Wege in Fotografie auf, wo die besten Fotografie-Spots in der ganzen Welt sind und an welchen Projekten sie momentan arbeiten.
  • Lifestyle-Unternehmen wie HypebeastTitolo und MR füttern mich mit ihren neuen Produkten. Ab wann diese in den Läden erhältlich sind und wie viel sie kosten.

Letztere zeigen mir Werbung, die ich sehen will aber nicht als solche wahrnehme. Ich folge diesen Seiten bewusst, um von ihnen mit neuen Details und Updates versorgt zu werden. Dabei ist für mich entscheidend, dass die Bilder in einer kontinuierlichen guten Qualität im Feed erscheinen.
Es sind rund fünf Minuten vergangen und ich bin am Ende meines Feeds angekommen. Ich scrolle noch einmal ganz hoch und präge mir das erste Bild ein. Wenn ich dann später meinen Feed aktualisiere, weiss ich anhand des eingeprägten Bildes, wo ich mit dem Konsumieren der Inhalte aufhören kann, um sie nicht doppelt zu sehen.

 

Instagram

Instagram Beitrag von Titolo

 

Ich schliesse Instagram und öffne das nächste soziale Medium: Snapchat. Als Erstes versende ich gleich einmal einen eigenen “Snap”. Dazu nehme ich mit der App ein Bild auf und schreibe eine Zeile dazu. Ich versende es an meine Freunde und füge es meiner “Story” hinzu. Anschliessend aktualisiere ich den Verlauf aller erhaltener Snaps. Drei neue Bilder hab ich in Form von Snaps erhalten. Die Bilder schaue ich schnell durch und bin damit wieder up to date. Ein Snap sieht man jeweils max. 10 Sekunden, danach verschwindet er und man kann ihn nicht nochmals anschauen. Ich swipe rüber zur Übersicht der “Stories”. Auch hier klicke ich nur schnell durch die einzelnen Stories. Jeder Follower kann die eigene Story anschauen. Nach 24h wird die Story automatisch gelöscht. Man kann beliebig viele Bilder/Videos in die Story packen. Es sind vielleicht gerade einmal zwei Minuten vergangen und schon schliesse ich die App wieder.

 

Instagram

Snapchat Übersicht

 

Schnell folgt der Wechsel ins dritte Medium: Facebook. Gelangweilt streiche ich durch den Newsfeed. Es ist für mich der am wenigsten wichtige Inhalt. Denn es werden mir irgendwelche Beiträge gezeigt, die Facebook relevant für mich hält. Ich selbst empfinde sie aber meist nicht als relevant. Mein Feed ist voll mit witzigen Bildern (Memes), witzigen Videos (Vines) und vereinzelt auch Beiträge von meinen Freunden. Der Like-Button auf Facebook ist bei mir ziemlich verstaubt. Ich like selten Beiträge und noch seltener erstelle ich selbst welche. Werbung ignoriere ich in Facebook komplett. Mittlerweile mache ich das intuitiv und muss kaum mehr meine Handlungen überlegen.
Ich schliesse auch diese App und streiche noch ein wenig gelangweilt über den Bildschirm des Handys bevor ich es in den Standby Modus versetze und die restliche Fahrt zur Arbeit geniesse.

 

Facebook

Witziges Bild auf Facebook