Spannendes aus dem UX Camp in Zürich

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Letzten Monat fand das
UX Camp Schweiz in Zürich statt. 133 UX-Interessierte waren an jenem Samstag am 21. Mai an der ZhdK im Toni Areal anwesend.

Begrüsst wurden wir von Thomas Link und Daniel Demel. Nach einer kurzen Einführung gingen wir zum eigentlichen Barcamp über. Referenten aus dem Publikum präsentierten uns kurz und knapp ihr Referat, ihren Workshop oder ihre Diskussionsidee rund ums Thema User Experience. Egal in welcher Form, ob vorbereitet oder spontan, englisch oder deutsch, erlaubt war alles. Schnell wurden 33 Sessions in 4 Räume eingeteilt.

Zum Start sah ich mir die Session «Microfeedback-Examples-How-we-did-it» an. Praktische Ratschläge um Feedback des Kunden unaufdringlich einzuholen. Danach ging es weiter mit einem Beitrag zum Thema «Responsive Hexagon Grid». Ein Raster, aufgebaut wie Bienenwaben. Ein ultra einfaches Layout jedoch hochkomplex in der Umsetzung. Eindeutig ein Beispiel, welches beweist, dass schlussendlich nur die Spitze des Eisbergs sichtbar ist und der eigentliche technische Aufwand grösser ist als auf den ersten Blick. Das doch eher technische Thema war auch für mich als Designer sehr spannend, nicht zuletzt wegen der witzigen und ehrlichen Darbietung des Referenten. Danke hierfür.

Atomic Design und Living Styleguides (z.B. Frontify) wurden am Camp ebenfalls oft diskutiert und präsentiert. Interaktive Designelmente (Buttons, Teaserelemente, Dropdowns usw.) einer Applikation zu strukturieren, dokumentieren und fortwährend zu erweitern, ist auch in Zukunft ein Thema und stellt vor allem grosse Projekte vor neue Herausforderungen. Den Weg weg von den starren PDFs und Word-Dokumenten, welche die gängige Form von Styleguides waren, hat wohl inzwischen jeder eingeschlagen. Doch deren Inhalte einfach nur online zu stellen reicht nicht mehr aus. Die Möglichkeit Designelemente jederzeit weiter zu entwickeln bleibt Kriterium Nummer Eins für die Entwicklung sowie für die Gestaltung. Die Wahl des Tools ist eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt sein soll. Neos ist prädestiniert genau diese Pattern abzubilden und Living Styleguides automatisch zu generieren. Unsere Entwickler werden dazu zu einem späteren Zeitpunkt einen Beitrag im Blog veröffentlichen.

Mein kleines persönliches Highlight ist allerdings weder komplex noch aufwändig. Ein kleiner Crash Course in Animation Prototyping. Ein oft übergangenes jedoch sehr wichtiges Detail in der Gestaltung von digitalen Anwendungen. «Principle» ermöglicht es einfach und schnell Animationen zu visualisieren ohne dabei in eine wilde Gestik-Geräusch Performance zu verfallen.

Viele Danke auch für die weitere inspirierende Session für die der Platz in diesem Beitrag leider nicht mehr ausgereicht hat.

Ich freue mich aufs nächste Jahr. Auf neue spannende Themen, zum Diskutieren, Staunen und sich inspirieren lassen.